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Was ist die "Notfallhilfe"?
Die Notfallhilfe ist ein Team von ehrenamtlichen Helfern der örtlichen Rotkreuz-Bereitschaft, das bei einem medizinischen Notfall erste Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes einleitet. Die Notfallhilfe verkürzt somit die Zeit, die der Patient auf professionelle Hilfe wartet. Da der Rettungsdienst oft erst nach 10, manchmal sogar 15 Minuten eintrifft, geht wertvolle Zeit verloren. Bei einem Herz-Kreislaufstillstand kann es bereits nach drei bis fünf Minuten zu Hirnschäden kommen. Die Helfer rücken mit dem Einsatzfahrzeugen von zu Hause aus und sind nach durchschnittlich 4 Minuten vor Ort.

Wie alarmiere ich die Notfallhilfe?

Geht bei der Rettungsleitstelle über die Notrufnummer 112 eine Meldung über einen Notfall ein, alarmiert diese neben dem Rettungswagen bzw. dem Notarzt automatisch auch die Notfallhilfe. Die diensthabenden Helfer werden über Alarmmelder alarmiert. Dann fahren sie mit, wenn erforderlich, Blaulicht zum Notfallort. Sie treffen nach durchschnittlich 4 Minuten am Einsatzort und 7 Minuten vor dem Rettungsdienst ein.

Wer kommt als Notfallhilfe?

Die ehrenamtlichen Helfer der Rotkreuz-Notfallhilfen sind Mitglieder der örtlichen Rotkreuz Bereitschaften und bilden sich im Bereich Notfallmedizin regelmäßig weiter.

Wie oft wird die Notfallhilfe alarmiert?
Die einzelnen Notfallhilfen im Stadt und Landkreis Karlsruhe werden zu jedem Notfall alarmiert, insofern nicht ein reguläres Rettungsdienstfahrzeug in der Nähe steht ud dadurch schneller vor Ort ist. In unserer Gemeinde sind es mittlerweile über 300 Alarmierungen im Jahr.

Wer bezahlt die Notfallhilfe?
Die Einsätze der Notfallhilfe werden nicht durch die Krankenkassen bezahlt. Die Helfer der Notfallhilfe arbeiten ehrenamtlich, die Ausrüstung finanziert der DRK-Ortsverein nahezu ausnahmslos mit Unterstützung der Gemeinde..


Möchten sie Menschen in Not helfen? Helfer gesucht!
Die beste Ausrüstung nützt nichts ohne ehrenamtliche Helfer! Deshalb brauchen wir sie. Haben sie Interesse an der Notfallmedizin und Spaß daran, mit modernster Rettungsausrüstung zu arbeiten? Dann sind sie bei uns genau richtig! Egal ob als Sanitätshelfer in der Bereitschaft, oder als Helfer der Notfallhilfe, bei uns ist eine abwechslungsreiche und sinnvolle Freizeit sicher. Beim DRK lernen sie, im Notfall die richtigen Maßnahmen zu treffen, und vielleicht gerade im Rahmen der Notfallhilfe ein Menschenleben zu retten. Auch für Notfälle in ihrem privaten Umfeld sind sie so bestens vorbereitet. Die ehrenamtlichen Mitglieder treffen sich alle ein bis zwei Wochen, meist unter der Woche abends.
 Neben medizinischen Fortbildungen stehen Übungen mit Einsatzfahrzeugen, realistische Fallbeispiele oder einfach auch die Kameradschaftspflege auf dem Programm. Interesse? Dann schauen Sie doch einfach mal bei uns im Roten Kreuz vorbei.

Dienstags um 19 Uhr im DRK Heim(Feuerwehrhaus) Neuthard.

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Notfallhilfefahrzeug 52/49-10 (Neuthard 1)                                                         Notfallhilfefahrzeug 52/49-11 (Neuthard 2)

Nachdem die Notfallrucksäcke auf unseren beiden Notfallhilfefahrzeugen viele Jahren in Dienst waren konnten wir im Laufe des Aprils unsere beiden Fahrzeuge jeweils mit einem neuen Rucksackmodel ausstatten. Die neuen Rucksäcke bieten mehr Platz sowie ein verbessertes Materialmanagement. So konnte Material, welches bisher separat auf dem Fahrzeug oder in eigenen kleinen Taschen untergebracht war in den neuen Rucksäcken mit untergebracht werden. Durch den neuen Aufbau und die damit verbundene neue Verteilung (Modultaschen wie z.B. „Atemwegmanagement“, „Beatmung“, „Verband“, …) ist somit ein strukturierteres Materialmanagement möglich. Auch ist nun sämtliches Diagnostikmaterial an einer Stelle untergebracht und kann ohne den Rucksack selbst zu öffnen entnommen werden. Das Material des Rucksacks sowie der Modultaschen lässt sich auch einfacher reinigen und desinfizieren.

 

Nach 209 Einsätzen in 2020 rückte die Notfallhilfe im Jahr 2021 zu insgesamt 302 Einsätzen aus. Dies entspricht durchschnittlich sechs Einsätze pro Woche. In Kategorien zusammengefasst stellt sich die Einsatzverteilung wie folgt dar:

  • 174 internistische Notfälle (z. B. Atemnot, Herz-Kreislauf-Notfall, Herzinfarkt)
  • 50 chirurgische Notfälle (z. B. Haus- und Sportunfälle)
  • 41 neurologische Notfälle (z. B. Schlaganfall)
  • 15 Verkehrsunfälle
  • 2 Brandeinsätze
  • 6 technische Hilfeleistungseinsätze (z.B. Türöffnung mit der Feuerwehr)
  • 14 sonstige Einsätze

Auf den Zeitraum unter der Woche zwischen halb neun vormittags und vier Uhr nachmittags entfielen knapp 27% aller Einsätze. Rund 18% der Einsätze fanden zwischen abends um zehn Uhr und morgens halb sieben statt. Für die ehrenamtlichen Mitglieder der Notfallhilfe bedeutete dies immer wieder eine Unterbrechung der Nachtruhe.

Leider konnte 11 Patienten nicht mehr geholfen werden, sie waren bereits (seit längerer Zeit) verstorben. Fünf Reanimationen blieben trotz intensiver Bemühungen der Notfallhilfe und des Rettungsdienstes leider erfolglos. Sieben Reanimationen waren primär erfolgreich und die Patienten wurden durch den Rettungsdienst in eine Klinik verbracht.

Das Notfallhilfe-Team besteht derzeit aus einem Rettungshelfer, drei Rettungssanitätern, einem Rettungsassistenten sowie zwei Mitgliedern, welche die höchste nichtärztliche medizinische Berufsausbildung, den sogenannten „Notfallsanitäter“ besitzen. Seit Dezember befindet sich ein Mitglied des DRKs in der Hospitation um im Laufe des Frühjahrs als Einsatzkraft die Notfallhilfe unterstützen zu können.

Beinahe alle Mitglieder des Notfallhilfeteams sind haupt- oder nebenberuflich im Rettungsdienst tätig. Alle bilden sich regelmäßig intern im DRK Neuthard sowie auch in Rettungsdienstfortbildungen weiter. Der Ausbildungsstand ist damit deutlich höher als die durch den Kreisverband geforderte Mindestausbildung.

Das vergangene Jahr war auch für die Notfallhilfe erneut geprägt von der Corona-Pandemie. Nach Einsätzen mit bestätigtem oder Verdacht auf Corona musste - auch während den Nachtstunden – nach dem Einsatz das verwendete Material sowie das Einsatz-Fahrzeug desinfiziert werden. Die Einsatzkräfte mussten im Gerätehaus duschen sowie einen Kleiderwechsel durchführen. Die kontaminierte Einsatzkleidung kam in die Desinfektionswäsche. Trotz des erhöhten Risikos bei solchen Einsätzen ist die Notfallhilfe auch bei Einsätzen dieser Art ausgerückt im Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu helfen und die Kolleginnen und Kollegen des hauptamtlichen Rettungsdienstes bei Bedarf im Einsatz zu unterstützen.

Die Entscheidung, ob die Notfallhilfe bei einem medizinischen Notfall alarmiert wird, obliegt der integrierten Leitstelle in Karlsruhe. Unsere Einsätze werden nicht durch die Krankenkassen bezahlt. Die Ausrüstung finanziert der DRK-Ortsverein Neuthard zusammen mit Hilfe der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard sowie aus Spenden. Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei allen Unterstützern und Spendern bedanken ohne die unsere wichtige Arbeit in diesem Umfang nur sehr schwer möglich wäre.


Möchten Sie ebenfalls unsere Notfallhilfe mit einer Spende unterstützen?

Volksbank Bruchsal-Bretten

DE96 6639 1200 0002 0855 18


Die DRK Notfallhilfe bedankt sich bereits jetzt für Ihre Unterstützung. Selbstverständlich erhalten Sie auf Wunsch eine Spendenquittung.

Wir wünschen allen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2022!

Seit November 2021 hat unser DRK Ortsverein einen weiteren tatkräftigen Helfer. 

Nils Behrens beendete im Oktober 2021 seine Ausbildung zum Notfallsanitäter im Rettungsdienst des DRK Kreisverband Karlsruhe und entschied daraufhin, sich bei uns im DRK Ortsverein Neuhard ehrenamtlich zu engagieren. Der Notfallsanitäter ist die höchste nichtärztliche Ausbildung im Rettungsdienst. 

Somit hat Nils die besten Voraussetzungen, um auch in seiner Freizeit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Karlsdorf-Neuthard bei medizinischen Notfällen helfen zu können. Seit Januar unterstützt Nils aktiv im Einsatzdienst die Notfallhilfe und ergänzt unser Team sehr gut. 

Somit besteht unser Team der Notfallhilfe aus drei Notfallsanitätern, einem Rettungsassistenten, drei Rettungssanitätern und einem Rettungshelfer. Hierdurch wird in kürzester Zeit eine medizinische Versorgung in unserer Gemeinde geleistet, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Nils Behrens

Am 2. Weihnachtsfeiertag rückten unsere zwei an diesem Tag diensthabenden Helfer Matthias und Dominik zu unserem 300. Notfallhilfeeinsatz in diesem Jahr in Karlsdorf-Neuthard aus.

Dies ist die höchste Anzahl an Notfalleinsätzen innerhalb eines Jahres in den 25 Jahren Notfallhilfe Neuthard. Im Schnitt bedeutet dies, dass unsere Helfer rund 6 Mal pro Woche zu medizinischen Notfällen ausrücken. Das Team der DRK Notfallhilfe Neuthard besteht derzeit aus sieben Einsatzkräften.

Da die ehrenamtlichen Helfer mit den Einsatzfahrzeugen von zu Hause aus ausrücken, sind sie in der Regel wenige Minuten nach der Alarmierung vor Ort beim Patienten.

Vielen Dank an unsere ehrenamtlichen Helfer, die - nach Möglichkeit rund um die Uhr - in Karlsdorf-Neuthard bei medizinischen Notfällen qualifizierte Hilfe leisten bis der Rettungsdienst eintrifft. Danke, dass ihr hierfür regelmäßig eure Freizeit im Feierabend, am Wochenende, im Urlaub oder auch Schlaf opfert. Danke, dass ihr euch in eurer Freizeit regelmäßig weiterbildet und trainiert um euren Mitmenschen bestmöglich helfen zu können.